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Patientenmerkblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg vom 26.11.2021  https://file://C:/Users/PRAXIS/Downloads/2021_11_26_schnellinfo_lieferproblematik_empfehlung-impfstoffe_biontech-moderna.pdf 

Warum Ihr Arzt/Ihre Ärztin den Impfstoff wechselt: Wissenswertes für Patientinnen und Patienten zum Impfstoff von Moderna:

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Sie haben sicher gehört, dass aktuell nicht genügend Impfstoff Comirnaty® des Herstellers BioNTech für alle zur Verfügung steht. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin empfiehlt Ihnen daher eventuell den Impfstoff Spikevax® des Herstellers Moderna oder zukünftig auch andere Impfstoffe. Im Folgenden wollen wir Sie darüber informieren. Der Impfstoff von Moderna (Spikevax®) ist ein wichtiger und wirksamer Bestandteil der Impfkampagne gegen das SARS-CoV-2-Virus, sowohl für die notwendigen Auffrischungsimpfungen als auch Grundimmunisierungen bislang ungeimpfter Personen. Spikevax® wird seit Januar 2021 regelmäßig geimpft. Bei jüngeren Patientinnen und Patienten unter 30 Jahren kann es nach einer Impfung mit einem sog. mRNA Impfstoff in seltenen Fällen zu einer Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung kommen, die bei Geimpften mit Moderna gehäufter als bei BioNTech in diesem Altersbereich auftritt, so die STIKO (Ständige Impfkommission des Bundesgesundheitsministeriums). Auch wenn das Risiko als selten erachtet wird, empfiehlt die STIKO vorsorglich: „Für die Impfung soll bei unter 30-Jährigen nur Comirnaty® eingesetzt werden, da in dieser Altersgruppe das Risiko des Auftretens einer Myo-/ Pericarditis nach der Impfung mit Spikevax® höher ist als nach Comirnaty®."Diese Empfehlung gilt sowohl für die Grundimmunisierung als auch für mögliche Auffrischungsimpfungen. Auch wenn zuvor ein anderer Impfstoff verwendet wurde, sollen die weiteren Impfungen in dieser Altersklasse mit dem Impfstoff von BioNTech/ Pfizer erfolgen. Steht Comirnaty® aufgrund von Liefereinschränkungen nicht zur Verfügung, muss Ihr Impftermin verschoben werden. Die Impfserie kann danach normal fortgesetzt und muss nicht neu begonnen werden. Schwangere sollten unabhängig vom Alter ebenfalls vorsorglich nur noch mit dem Impfstoff von BioNTech/ Pfizer geimpft werden (ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel). Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, sie sind die Kompetenten beim Impfen. Durch die Verwendung verschiedener Impfstoffe wollen wir erreichen, dass alle geimpft werden können mit dem jeweils altersabhängig geeigneten Impfstoff. So können wir auch die Impfung für unter 30-Jährige hoffentlich auch weiterhin ermöglichen